Grußwort

"Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen."
Goethe, Faust I

Mit dem Erwerb des Geburtshauses von Wilhelm Conrad Röntgen durch die Deutsche Röntgengesellschaft und mit der Gründung einer Stiftung für die Pflege dieses Hauses und des Andenkens von W.C. Röntgen ist ein erster Schritt getan, um Goethes Aufforderung in die Tat umzusetzen.

Nach dem Kauf des Gebäudes im Mai 2011 stand zunächst einmal eine grundlegende Analyse der Substanz des denkmalgeschützten Hauses an.  Diese wurde im Mai 2013 abgeschlossen. Das Ergebnis der Untersuchungen bestätigt, dass es höchste Zeit wurde,  das Geburtshaus von Grund auf zu restaurieren und damit  in seiner Substanz zu erhalten. Einige Bilder aus dem "entkernten" ca. 250 Jahre alten Gebäude belegen dies in aller Deutlichkeit.

Die Renovierung des Hauses, die in enger Abstimmung mit dem Denkmalsamt und dem Deutschen Röntgenmuseum erfolgt, ist ein erster, wenn auch wichtiger Schritt.  Die epochale Entdeckung der X-Strahlen und die vielen sich daran anschließenden großartigen wissenschaftlichen Entdeckungen und Erkenntnisse fordern uns Nachgeborene geradezu heraus, das Geburtshaus von Wilhelm Conrad Röntgen mit neuen Ideen zu füllen.

Seine verkehrsgünstige und dennoch abgeschiedene Lage ist z.B. eine gute Voraussetzung dafür,  das Haus zu einem besonderen Treffpunkt der Wissenschaft zu  entwickeln.  So bieten die drei Etagen des Hauses und die Tagungsräume des in unmittelbarer Nähe gelegenen Deutschen Röntgenmuseums einen idealen Rahmen für Workshops und Seminare wissenschaftlicher Arbeitsgruppen aus Radiologie,  Strahlentherapie und Physik sowie für Arbeitstreffen nationaler und internationaler Fachgesellschaften und Gremien.

Um dieses Ziel zu erreichen und um das Geburtshaus auch für künftige Generationen stets "neu erfinden" zu können,  bedarf es der Unterstützung vieler Freunde aus dem In- und Ausland. Wir laden Sie deshalb sehr herzlich ein, sich als Förderer des Geburtshauses für dieses Ziel zu engagieren.

Für die Geburtshaus-Röntgen-Stiftung
Prof. Dr. Ulrich Mödder